Plan B
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2020

Boykott des Bauausschusses sorgt für Entsetzen auch bei Sachkundigen Einwohnern und Bürgern

 

Für Mittwoch, den 11.11.2020, war im regulären Sitzungskalender die Sitzung des Bauausschusses (Bau, Bauleitplanung, Wirtschaftsförderung) vorgesehen.

 

Zuerst hatte die Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller versucht, per Mail an alle Ausschussvorsitzenden, diese von der Entbehrlichkeit der Sitzungen im November zu überzeugen. Eine zwingende Vorgabe, keine Sitzungen durchzuführen, ergab sich nach der Corona-Verordnung nicht, da diese ausdrücklich vorsieht, dass Sitzungen durchgeführt werden dürfen.

 

Die Vorsitzenden der Ausschüsse Kultur, Reinhard Schulz (VUB/WK), Bildung, René Just (SPD) und Finanzen Hermann Kühnapfel (CDU) hatten offensichtlich ihrer Meinung nach keine wichtigen zu behandelnden Themen, denn sie wollten keine Sitzungen durchführen. Spontan stellt sich da die Frage, ob im Finanzausschuss nicht über den Haushalt und den Jahresabschluss sowie die aktuelle Finanzlage hätte beraten werden müssen, aber wenn der Vorsitzende das nicht für wichtig hält, naja.

 

Und warum der Bildungsausschuss in der Situation der fehlenden Kitaplätze und Corona-Problemen in Schulen einfach nicht stattfindet und den Eltern die Möglichkeit nimmt, ihre Sorgen zu schildern, ist schon sehr fragwürdig und nicht gerade sozialdemokratisch, obwohl der Vorsitzende in der SPD ist und die Bürger überzeugen möchte, dass er für sie eintritt und in den Bundestag gewählt werden will. Das wird der Wähler sicher „zu würdigen“ wissen.

 

Dass das alles wohl eher nur daran gelegen hat, dass die Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller (FDP) keine Lust auf die Durchführung der Sitzungen hatte, zeigte sich dann im Bauausschuss. Der Vorsitzende Matthias Wilke (Plan B) bestand darauf, dass zur Sitzung eingeladen wird und hatte mehrere Beschlussvorlagen sowie den Beratungspunkt Flächennutzungsplan (FNP) Wind auf der Tagesordnung. Gerade letzterer Punkt hatte schon in vorangegangenen Sitzungen für politische Brisanz gesorgt, da für mehrere Ortsteile von Zossen zukünftig die Gefahr besteht, dass Windkraftanlagen in Arealen von 20 ha bis 100 ha in Frage kommen. Diese Gefahr besteht für Horstfelde und Schünow, Lindenbrück und Wünsdorf, Schöneiche und Kallinchen.

 

So wurde die momentane Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller schon im Hauptausschuss und in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) vom Stadtverordneten Olaf Manthey (Plan B) gefragt, was sie denn gedenkt, in der Sitzung der Regionalen Planungsgemeinschaft für eine Stellungnahme dazu abzugeben. Ihre Antwort lautete, das werde sie ihm jetzt hier überhaupt nicht sagen und das kann er dann ja im Protokoll nachlesen. An sich schon eine ungebührliche und respektlose Antwort, aber einen Tag nach der SVV, als die Sitzung der Regionalen Planungsgemeinschaft stattfand, ging sie einfach gar nicht hin. Da klingt die Äußerung, dass können sie dann im Protokoll nachlesen, mehr als nur lächerlich. Denn wer vorhat, nicht hinzugehen und nix zu sagen, der weiß ja schon, dass dann nix im Protokoll steht.

 

Unter anderem zu diesem Fakt hätte sie im Bauausschuss am 11.11.2020 Rede und Antwort stehen müssen. Dem entzog sie sich, indem sie dem Vorsitzenden telefonisch mitteilte, sie würde nicht zum Bauausschuss kommen und auch keinen anderen Vertreter schicken, eventuell würde der Sitzungsdienst kommen. Ganz offensichtlich war diese Arbeitsverweigerung mit den Fraktionen VUB/WK, LinkeSPD, Grüne und CDU abgesprochen, da dem Vorsitzenden auch gleich mitgeteilt wurde, dass die Ausschussmitglieder dieser Fraktionen nicht an der Sitzung teilnehmen werden und er dann ja nicht beschlussfähig ist.

 

Am 11.11. erschien dann im Saal des Bürgerhauses Wünsdorf zur Sitzung nicht einmal der Sitzungsdienst, es gab also keine Anwesenheitsliste, kein Protokoll und keine Post. Krasser kann eine Missachtung der ehrenamtlichen Arbeit nicht aussehen – so ist der „neue“ Stil der momentanen Bürgermeisterin.

Völlig fassungslos darüber waren drei zur Sitzung erschienenen sachkundige Einwohner, die endlich ihre Arbeit im Ausschuss aufnehmen wollten. Ein langjähriger Ehrenamtler sagte dazu, das ist ihm in seiner jahrzehntelangen ehrenamtlichen Arbeit noch nie passiert und war entsetzt. Selbst der zum politischen Lager von Wiebke Schwarzweller gehörende sachkundige Einwohner äußerte deutlich sein Unverständnis über das Agieren von ihr und den Fraktionen.

Zwei Ortsvorsteher waren ebenfalls nach Wünsdorf gekommen, um sich zu Tagesordnungspunkten zu äußern und wurden ebenso krass vor den Kopf gestoßen. Der Ortsvorsteher von Zossen äußerte, er sei extra hingekommen, um die Stellungnahme des Ortsbeirates zu einer Beschlussvorlage abzugeben, da sie beim letzten Mal, als er sie im Rathaus abgegeben hatte, abhanden gekommen war. Die Äußerung eines Ortsbeiratsmitglieds von Horstfelde, na wenigstens hat Frau Schwarzweller den Brief nicht vor ihren Augen zerrissen, so wie die Post von Horstfelde, führte nicht zur Erleichterung, sondern eher zur Resignation, dass er dann nochmal versuchen müsste, die Post „zuzustellen“.

 

Der Vertreter der Ortschronisten Wünsdorf sowie ein weiterer Wünsdorfer Bürger, die auch extra zur Sitzung kamen, um Fragen zum gerade laufenden Bauprojekt Bahnhof Wünsdorf zu stellen, waren enttäuscht und wütend darüber, dass trotz der massiven Einschränkungen durch diese Baustelle, weder die Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller (FDP), noch das Ortsbeiratsmitglied Marko Njammasch (VUB) der auch Mitglied im Bauausschuss ist, es für wichtig hielten, zum Bauausschuss zu erscheinen und sich den Fragen der Bürger zu stellen.

 

Das zur Sitzung erschienene Ausschussmitglied Detlef Gurczik (AfD) äußerte seinen Unmut über die Missachtung der Arbeit des Ausschusses und fühlte sich beleidigt.

 

Alle Anwesenden waren sich in der Einschätzung einig, dass das Fernbleiben der momentanen Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller wohl „Feigheit vorm Feind“ ist und Arbeitsverweigerung, unerträglich und unwürdig für das Amt eines Bürgermeisters.

 

Pressemitteilung vom 12.11.2020

Bei der Kommunalwahl am 26.05.2019 erhielt die Wählervereinigung Plan B insgesamt 6.690 Stimmen und damit 7 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung. 165 Stimmen und damit kein Sitz entfiel auf den derzeitigen Stadtverordneten Wilfried Käthe, welcher lediglich als 3. Nachrücker seinen Weg in das Entscheidungsgremium der Stadt fand, weil 3 andere Kandidaten auf Ihren Sitz aus verschiedenen Gründen verzichten mussten. Das waren Michaela Schreiber mit 2.514 Stimmen, Andreas Noack mit 521 Stimmen und Matthias Juricke mit 229 Stimmen. Nachdem Wilfried Käthe am 01.02.2020 seinen "Austritt" aus der Wählervereinigung Plan B erklärt und nunmehr seine neue politische Heimat auf der anderen Seite (politisch und wirklich) gefunden hat, haben wir uns entschlossen, an Herrn Käthes Verantwortungsbewusstsein und seine Moral zu appellieren und das Mandat zurück zu geben, damit jemand, der unsere Werte und Vorstellungen vertritt, nachrücken kann. Daher haben wir ihm am 28.10.2020 einen Brief geschrieben und diesen Wunsch artikuliert. Der Inhalt dieses Briefes und der Erinnerungen findet sich nachfolgend:

 

 

Rückgabe des Mandates für die Stadtverordnetenversammlung an Plan B

 

Sehr geehrter Herr Käthe,

wir, die unterzeichnenden Mitglieder der Wählergruppierung Plan B, fordern Sie hiermit ausdrücklich auf, den Willen der Zossener Wähler zu akzeptieren und das von Ihnen derzeit besetzte Mandat unverzüglich an Plan B zurückzugeben. Bei der letzten Wahl haben Sie selbst nicht genügend Stimmen erhalten, um aus eigener Kraft Stadtverordneter zu werden. Sie sind lediglich nachgerückt, weil andere Plan B´ler ihr gewonnenes Mandat nicht annehmen konnten.

Die Zossener Wähler haben mit ihrer Stimme für Plan B auch konkrete politische Ziele verwirklichen wollen, für die sie in den vergangenen Monaten nicht eingetreten sind. Ganz besonders enttäuschend ist ihr Verhalten gegen die Wähler aus Ihrem Heimat-Ortsteil Horstfelde.

Zu keinem Zeitpunkt haben Sie sich für den dringend benötigten Waldparkplatz eingesetzt und trotz mehrfachem Hinweis von Plan B, dass monatelang einfach NIX passiert ist und die momentane Bürgermeisterin nicht gearbeitet hat, haben Sie sich weder für den Parkplatz eingesetzt, noch Nachfragen dazu gestellt.

Auch unsere mehrfachen Nachfragen zum Thema Windkraft haben Sie weder unterstützt, noch sich dafür eingesetzt, dass unsere Stadt geschützt wird. Nun steht fest, dass auch der Standort Horstfelde/Schünow wieder in der Diskussion ist und es interessiert sie offensichtlich überhaupt nicht.

Die vorgenannten Beispiele sind nur zwei, wir könnten davon aus jeder Sitzung noch mehrere benennen und behalten uns dies auch vor.

Ihr Abstimmverhalten zu den Themen Einwohnerantrag und Steuererhöhungen widerspricht nicht nur dem, wofür Plan B gewählt wurde und auch Sie in der Vergangenheit gestanden haben, sondern müsste auch ihrer eigenen politischen Grundeinstellung widersprechen.

Diese scheinen Sie genauso wie die Zossener Wähler, verraten zu haben – aus welchen privaten Gründen auch immer. Jedenfalls dürfte sich Ihr persönlicher Grund, den Sie mehrfach geäußert hatten, sie würden ja auch weiterhin mit der Verwaltung zusammenarbeiten wollen, um Ihren Bierwagen bei den Stadtfesten aufstellen zu dürfen, aus anderen Gründen dauerhaft erledigt haben. Insoweit gibt es ja keinen finanziellen Grund für Sie mehr, an dem Mandat der Stadtverordnetenversammlung festzuhalten.

Wir appellieren an Ihr noch vorhandenes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Stadt Zossen und fordern Sie daher auf, das Mandat freizugeben für jemanden, der tatsächlich die Ziele verfolgt, die die Wähler mit ihrer Stimme für Plan B verwirklicht sehen wollten.

Sollten Sie dieses Schreiben veröffentlichen wollen, so tun Sie dies bitte vollständig. Wir werden dies jedenfalls tun, falls Sie nur gekürzte einzelne Sätze und damit falsche Zusammenhänge darstellen sollten. Ohnehin haben wir uns, je nachdem, wie Ihre Entscheidung ausfällt, vorgenommen, Ihr politisches Verhalten zukünftig mehr zu veröffentlichen, damit die Wähler wahrnehmen, wofür Sie stehen bzw. nicht stehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

unterzeichnet wie Ursprungsschreiben

 

Ergänzung:                                                                                                            04.11.2020

 

Auch Ihr Abstimmverhalten in der letzten Sitzung der SVV hat gezeigt, dass Sie kritiklos weitere rechtswidrige Beschlüsse durchwinken – hier die Zustimmung zur Beauftragung eines Wirtschaftsprüfers für die Erstellung des Jahresabschlusses.

 

Auch hier ist mittler Weise bewiesen, dass die Untätigkeit von Frau Schwarzweller zum Thema Wind dazu geführt hat, dass nun auch wieder Windeignungsgebiete in Horstfelde/Schünow und Lindenbrück/Zesch möglich sind, neben Wünsdorf/Schöneiche/Kallinchen. Hier hatte Plan B mehrfach nachgefragt und zur Arbeit aufgefordert. Sie als Unterstützer von Frau Schwarzweller haben mit geschwiegen und waren genau wie sie untätig und haben das jetzige Ergebnis mit zu vertreten. Die Bürger werden dies einzuordnen wissen.

 

                                                                                                                                 10.11.2020

Auch der Versuch, in Ihrem Antwortschreiben eine Erklärung für Ihr Verhalten zu finden, überzeugt gar nicht. Das einzige, was dadurch deutlich wird, ist, dass Sie sich selbst und den Plan B Wählern etwas vormachen wollen. Für Sie selbst kann das vielleicht funktionieren, aber die Plan B Wähler sehen die Fakten und lassen sich von Ihnen nicht für dumm verkaufen.

Wir werden Ihrer Aufforderung nachkommen und alles öffentlich machen.

 

                                                                                                                                 18.11.2020

Zum kommenden Wochenende werden wir den kompletten Sachverhalt auf der Homepage von Plan B veröffentlichen und auch auf unserer Facebookseite einstellen. Hierzu werden wir auch ein öffentliches Foto von Ihnen verwenden. Da Sie als Stadtverordneter eine Person des öffentlichen Lebens sind, ist dies aus unserer Sicht zulässig. Sollten Sie anderer Auffassung sein, oder sich die für diese Einschätzung zu Grunde liegenden Umstände geändert haben, müssten Sie uns dies zuvor mitteilen. Andernfalls stellen wir sämtliche Informationen am Wochenende für die Bürger der Stadt Zossen online.

Wiebke Schwarzweller will „lukratives Betreiberkonzept für Strandbad Zesch“

 

Die zum überwiegenden Teil eher unspektakuläre Sitzung des Kultur- und Tourismusausschusses am 21.09.2020 bot in Tagesordnungspunkt 10 „Nachbetrachtung Sommersaison 2020“ dann doch noch eine Überraschung. Aber eine gute eher nicht.

 

Denn da äußerte sich Wiebke Schwarzweller zum Strandbad Zesch mehr so nebenbei, dass die Situation dort dieses Jahr ja nicht so schön war. Und schlussfolgerte mal eben, „wir brauchen einen Betreiber, mit dem man ein lukratives Betreiberkonzept machen kann“.

 

Wen sie sich da als Betreiber eines lukrativen Strandbades Zesch so vorstellt, teilte sie nicht mit. Und wie das Strandbad, das derzeit ohne Eintrittsgeld von der Stadt betrieben wird, plötzlich „lukrativ“ für einen Betreiber werden soll, sagte sie lieber auch nicht. Denn tatsächlich gibt es nur eine Möglichkeit, für einen privaten Betreiber ein lukratives Geschäft herauszuholen – Eintritt zu nehmen. 

 

In der Vergangenheit hatte sich der Ortsbeirat Lindenbrück immer massiv gegen ein Eintrittsgeld für das Strandbad ausgesprochen, auch um den eigenen Bürgern und den vielen Tagestouristen den Zugang zum Wasser zu ermöglichen. Nun scheinen diese Zeiten vorbei oder wurde der Ortsbeirat von Wiebke Schwarzweller etwa gar nicht dazu gefragt?

 

Und stellt sich eigentlich niemand die Frage, warum eine Stadt es denn als vordringlichste Aufgabe ansieht, für einen privaten Betreiber ein lukratives Geschäft in einem kommunalen Strandbad zu generieren? Oder vielleicht nicht die Stadt Zossen, aber ihre oberste Vertreterin, Wiebke Schwarzweller. Ist das ihr neues Denken?

 

Dann danke und zwar NEIN DANKE.

 

Robin Lewinsohn

Plan B

Thema: Bahnquerung in Dabendorf

 

In der Einwohnerfragestunde der Sitzung der Stadtverordneten am 09.09.2020 wurden von einem Dabendorfer Bürger Fragen an die Verwaltung gestellt, auf die es erwartungsgemäß natürlich keine substantiierten Antworten gab.

 

Die Fragen wurden uns freundlicherweise vom Bürger zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:

 

Fragen an Fr. Schwarzweller:

1 a. Wie kamen Sie in der SVV in Wünsdorf letzten Monat auf die irrige Meinung, dass ein Einsatz von Rettungsfahrzeugen aus der Rettungswache in Zossen im westlichen Teil von Dabendorf nur dann schnell durchführbar sei, wenn nun neu eine Untertunnelung der Bahntrasse für KFZ in der Goethestr. / Brandenburger Str. durchgeführt wird, zumal es ganz leicht zu objektivieren ist, dass eine Fahrt des Rettungswagens von seiner Wache aus nach Dabendorf westlich der Bahntrasse ebenso schnell über die geplante Brücke am Kaufland zu bewerkstelligen ist, wie auch durch eine dadurch unnötige Untertunnelung, da beide Wegstrecken nachweisbar gleich lang sind und ich als ausgebildeter Not-Arzt überhaupt keine zeitliche Differenz der Einsatzfahrt erkennen kann.

Bemerkung: Auch sehe ich für eine dringend notwendige Fahrt in die Klinik keine Probleme, zumal für den westlichen Teil Dabendorfs das Krankenhaus in Ludwigsfelde und für den östlichen Teil das gleichweit entfernte Krankenhaus in Königs Wusterhausen angesteuert werden können.

 

1 b. Wie gehen Sie in diesem Zuammenhang i.A. denn mit dem Problem eines schnellen Einsatzes bei geschlossener Bahnschranke um?

 

2. (wenn das aus Ihrer Sicht zielführend ist, ansonsten erbitte ich eine Rückantwort mit einem Vorschlag von Ihnen) Können Sie eine nichteidesstattliche Versicherung abgeben, dass Sie bereits entgegen Ihrer Beteuerung auf der SVV in Wünsdorf im Juli ohne Beschluss der SVV gegenüber der Bahn eine Erklärung abgegeben haben, dass die Stadt Zossen die Verlagerung des KFZ-Verkehrs weiter nördlich nicht mehr als Vorzugsvariante verfolgt?

 

3. Sie werden mir doch zustimmen, dass durch eine neu geplante Unterführung die bisher entstandenen Planungskosten der Bahn von dieser an den Verursache, die Stadt Zossen, weiter gereicht werden?

 

4. können Sie die Gesamtkosten für die von Ihnen angestrebte Untertunnelung für KFZ im Vergleich zu der bisher von den SVV beschlossenen Bahnüberführung (Brücke) benennen?

 

5. ist es korrekt, dass die deutlich höher liegenden Kosten einer Untertunnelung für KFZ nur bis zu dem Betrag von der Bahn übernommen werden, den eine kostengünstigere Überquerung (Brücke) kosten würde und der nicht unerhebliche Mehrbetrag von der Stadt Zossen zu tragen ist?

 

6. Ist es nicht auch so, dass die Folgekosten für Reparatur und Wartung aus einer Untertunnelung der Bahntrasse für KFZ, die zwangsläufig entstehen, von der Stadt Zossen und nicht der Bahn zu tragen sind?

 

Fragen an die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

 

7. Ist Ihnen bewussst, dass eine neu geplante Untertunnelung für den KFZ-Verkehr der Bahnstrecke in Höhe Goethestr. / Brandenburger Str. einen massiven Eingriff in Flora, Fauna und Grundwasserstand bedeutet?

8. Wie wollen Sie es Ihren Wählern erklären, dass für diese neu avisierte Baumaßnahme das Fällen von ca 40 - 50 rund 80-110 Jahre alte Linden, die ausgezeichnete CO2-Speicher, Lebensräume und Brutstätten von Vögeln und Insekten sind, zur Folge hat?

 

9. Wie wollen Sie des Weiteren erklären, dass es in Folge dieser größeren Untertunnelung in unmittelbarer Nähe eines Habitats zu einer Grundwasserabsenkung mit weitreichenden Folgen kommt?

 

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit, freue mich auf Ihre Antworten und stelle außerdem den Antrag vor weiterer Entscheidung über eine Änderung der bisherigen Beschluss-Lage aus 2018 zunächst eine genaue Analyse der Kosten zu den verschiedenen Bauvariationen Brücke gegen Unterführung durchzuführen.

 

Dr. med. Karl-Heinz Willig 

(Anwohner in Dabendorf)

Leserbrief

 

Zum Interview mit Frau Schwarzweller in der MAZ vom 16.09.2020

 

Als Frau Schwarzweller im Interview sagte: „ Laut Rechnungsprüfungsamt und Wirtschaftsprüfer mussten aber (im Jahresabschluss 2018) zusätzliche Rückstellungen für Kreisumlage und Finanzausgleichsumlage gebildet werden.“ und „Nicht ich habe das getan. Richtig ist, dass die Verwaltung vom Wirtschaftsprüfer auf die Notwendigkeit (Rückstellungen zu bilden) hingewiesen wurde… Dieser Aufforderung kam die Verwaltung nach.“ hat sie die Leser angelogen. Und das zum wiederholten Male, denn in den Sitzungen des Finanzausschusses hat sie diese Lüge auch schon aufgetischt, bis ich den in zwei Sitzungen anwesenden Wirtschaftsprüfer nach der Wahrheit gefragt habe und dieser wahrheitsgemäß geantwortet hat.

In der Sitzung des Finanzausschusses am 18.06.2020 hat der Wirtschaftsprüfer zum Jahresabschluss 2018 Folgendes gesagt: „Bei Prüfbeginn 27.01.2020 hatten wir einen Überschuss von 5,3 Mio. €, am Prüfende Mai 2020 einen Fehlbetrag von 19 Mio. €, eine Veränderung von 24 Mio. €. Die Ergebnisverschlechterung ist im Wesentlichen die Rückstellung von Kreisumlage und FAG-Umlage. Wir, die Wirtschaftsprüfer buchen nicht und weisen auch keine Buchungen an. Der wesentliche Punkt ist die andere Sichtweise der Verwaltung, der Bürgermeisterin, auf Kreisumlage und FAG-Umlage. Die Verwaltung hat diese Buchungen gemacht.“

In der Sitzung des Finanzausschusses am 05.03.2020 war er sogar noch deutlicher. Dort hatte ich ihn direkt gefragt, ob die neuen Rückstellungen auf seine Veranlassung vorgenommen wurden und er hat geantwortet: „Es ist nicht die Aufgabe eines Wirtschaftsprüfers, selbst zu buchen oder so etwas anzuweisen. Es liegt immer an der Herangehensweise der Bürgermeisterin, wie damit umgegangen wird und die neue Bürgermeisterin hat da eine andere Herangehensweise als die alte Bürgermeisterin. Wir nehmen das zur Kenntnis.“

Soviel dann wohl dazu, sie hatte nix damit zu tun, eine so leicht aufdeckbare Lüge ist schon eine Frechheit.

Noch kurz zum Thema, der Haushaltsentwurf für 2020, den ich ihr im Dezember übergeben habe, hatte 20 Mio. € Minus. In meinem Übergabebericht vom 04.12.2020 habe ich dazu bereits schriftlich Folgendes mitgeteilt: „Alle Fachämter haben bis Ende Oktober 2019 ihre Budgets angemeldet,…, diese liegen wie immer (als Wunschliste) deutlich über dem Rahmen eines ausgeglichenen Haushaltes,… Der Hauptverwaltungsbeamte … hat den Entwurf zu bearbeiten, seine Prioritäten zu setzen und die Entscheidung zu treffen, ob ein ausgeglichener oder defizitärer Haushalt vorgelegt wird.“. Die Fachämter haben jedes Jahr ihre Weihnachtswunschliste angemeldet, mit vorgesehenen Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe. Das nicht alles in einem Jahr möglich ist, ist total normal. Dafür ist der Bürgermeister da, der entscheidet, was in dem konkreten Jahr gebaut werden kann und was später. Der Haushalt 2020 wäre von mir ohne Schwierigkeiten ausgeglichen aufgestellt worden.

 

Michaela Schreiber

 

https://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Zossen/Zossen-Buergermeisterin-Schwarzweller-zu-schwieriger-Finanzlage?fbclid=IwAR2hFhZpv_LywQEMFAGvtTMCfvx6v-n3i5nWcETddipWw72fKlsQbhIXmrQ

 

MAZ vom 27.06.2020

Leserbrief von Dieter Jungbluth (ehemaliger Ortsvorsteher von Wünsdorf, Ortschronist) vom 15.06.2020 in der MAZ Zossen

MAZ vom 29.05.2020

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