Plan B - Stolz auf Zossen!
Plan B - Stolz auf Zossen!

2015

Zum 100. Geburtstag unseres Heinz Kynast 19.12.2015

 

Gesundheit und ein heit'rer Sinn
führen leicht durch's Leben hin.

Theodor Fontane

 

 

Wie sonst könnte man so fröhlich und aktiv 100 Jahre alt werden? Wir gratulieren unserem Gründungsmitglied Heinz Kynast zu seinem Ehrentag. Bis heute ist er ein aktives Mitglied und lässt sich eine Teilnahme am politischen Leben in Zossen nicht nehmen.

 

Wir bedanken uns nicht nur für sein Engagement, sondern auch für sein lebendiges Beispiel, dass gute Laune und Einsatz für die Sache so viel Lebensfreude bringen.

 

Dass Heinz Kynast uns mit seiner fröhlichen und lebensbejahenden Art noch viele Jahre erhalten bleibt, wünschen wir Ihm, uns und Zossen.

Vor der Stadtverordnetenversammlung am 09.12.2015 gab Zossens Bürgermeisterin eine persönliche Erklärung ab:

 

Persönliche Erklärung der Bürgermeisterin zur SVV am 09.12.2015

 

Am 19.10.2015 fand vor dem Landgericht Potsdam eine Verhandlung statt, bei der ich als Angeklagte wegen „verbotener Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen“ vor Gericht stand. Bereits in der ersten Instanz vor dem Amtsgericht Zossen wurde ich freigesprochen. Da die Staatsanwaltschaft Berufung einlegte, fand vor dem Landgericht Potsdam nun das Berufungsverfahren statt. Dazu wurden an 2 Verhandlungstagen insgesamt 9 Zeugen vernommen. Im Ergebnis wurde ich auch in der 2. Instanz vom Landgericht Potsdam freigesprochen.

 

Zum Hintergrund:

Sie werden sich sicherlich an die Schlagzeilen vom Sommer 2011 erinnern, als mitten im Bürgermeisterwahlkampf mehrere Zeitungen titelten, dass die Staatsanwaltschaft gegen die korrupte Bürgermeisterin von Zossen ermittelt. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt überhaupt nichts über Ermittlungen gegen mich und welche Dinge mir vorgeworfen wurden. Erst über ein Jahr später erhielt ich über meinen Rechtsanwalt Einsicht in die Akten der Staatsanwaltschaft und erfuhr, was überhaupt ablief. Herr Jörg Wanke war im Vorfeld der Bürgermeisterwahl, bei der zum Einen ich und zum Anderen sein guter Freund Carsten Preuß antraten, bereits seit Ende 2010 sehr aktiv. Er schrieb nicht nur die Strafanzeige, in der er mich beschuldigte, korrupt zu sein, sondern er „organisierte“ auch die Zeugen, in dem er Zeugen benannte, bei der Polizei nachfragte, ob sie denn schon vernommen wurden und sogar Termine bekanntgab, an denen die Zeugen für eine Aussage zur Verfügung stehen könnten.

Diese Zeugen waren unter anderem die Stadtverordneten Steinert, Lüders und Tschorn sowie die Rechtsanwältin Höhn. Die Vorwürfe waren grob zusammengefasst, ich hätte mir Autos „sponsern“ lassen, die ich dann an Sportvereine verschenkt habe, ich hätte mir ein Grundstück schenken lassen, ich hätte mich bei Auftragsvergaben bestechen lassen und diverse „Leistungen“ für Amtsentscheidungen erhalten.

Dass diese ganzen Vorwürfe erstunken und erlogen waren wusste ich selbst sehr genau, da es so etwas bei mir nicht gab und nicht gibt. Aber natürlich können solche Lügen, noch dazu wenn die Presse sie aufgreift, beim Bürger, der nicht über die Hintergründe informiert ist, zu erheblicher Verunsicherung führen. Das war im Bürgermeisterwahlkampf 2011 ja wohl auch so der Plan. Denn der erste, der sich geschockt und entrüstet wegen der wahrscheinlichen Korruption der Bürgermeisterin gegenüber den Medien äußerte, war Jörg Wanke.

Auch die Stadtverordneten, bei denen ich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit angewiesen bin, ließen die Korruptionsvorwürfe nicht kalt. Aus diesem Grunde entschied ich mich, nach der Stadtverordnetenversammlung am 07.11.2012 in nichtöffentlicher Runde nur mit den Stadtverordneten, diese über das Korruptionsverfahren zu unterrichten. Auch um zu erklären, warum ich mich gegenüber bestimmten Stadtverordneten, die als Zeugen „tätig“ waren, sehr ablehnend benahm und auch, warum ich Jörg Wanke in der Öffentlichkeit immer wieder massiv verbal anging, dass er nicht „der Held ist, für den er sich ausgibt“.

In dieser Runde erklärte ich auch, dass sich die vielen schriftlichen und mündlichen Aktivitäten von Jörg Wanke in der Ermittlungsakte lesen wie eine Stasi-Akte und ich froh bin heute zu leben, sonst wäre ich wohl schon in Bautzen. Damals haben einige Stadtverordnete ob dieses Vergleiches müde gelächelt und wohl geglaubt, jetzt spinnt die aber. Heute lächelt darüber wohl niemand mehr, sondern nach den Erkenntnissen der letzten SVV gefriert einem eher das Blut in den Adern.

Das Korruptionsverfahren gegen mich wurde dann später eingestellt, da überhaupt keine Beweise für die Behauptungen von Jörg Wanke und den Zeugen gefunden wurden, wie auch, es gab ja keine.

 

Wer jetzt denkt, der Spuk hatte damit ein Ende, der irrt gewaltig. Bereits einen Tag nach der SVV am 07.11.2012 meldete sich Jörg Wanke wieder bei der Staatsanwaltschaft und teilte mit, dass ich im nichtöffentlichen Teil dieser Sitzung die ganze Ermittlungsakte vorgelesen habe. Kurze Zeit später macht er eine umfassende Zeugenaussage zu diesen Straftatvorwürfen, er, der zu dieser Zeit überhaupt nicht Stadtverordneter war und gar nicht an dem Abend dabei gewesen ist. Seine Erkenntnisse habe er aus einem Telefonat mit Hiltrud Preuß und er teilte mit , ein Gespräch mit den Stadtverordneten Preuß, Steinert und Heilgermann geführt zu haben, in dem diese ihm erst sagten, sie könnten nicht darüber reden, da es ja nichtöffentlich war. Und er sie dann davon überzeugt hat, dass es gar nicht nichtöffentlich war und sie ihm ruhig davon erzählen dürften.

Aufgrund der Angaben des „Zeugen“ Wanke und weiterer Zeugenaussagen, sie dürfen mal raten:  unter anderem von Herrn Steinert, Herrn Lüders und Frau Höhn – die ihnen noch als Zeugen aus dem Korruptionsverfahren bekannt vorkommen, erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen mich. In erster Instanz wurde ich freigesprochen und auch die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde durch die zweite Instanz verworfen, der Freispruch damit bestätigt. Die Staatsanwaltschaft ist der Auffassung, in Revision gehen zu müssen.

 

Spannend und mitteilenswert fand ich die Aussagen der Zeugen in der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Potsdam. Jörg Wanke gab an, sich nicht mehr genau erinnern zu können, von wem er die Informationen aus dem nichtöffentlichen Teil hatte. Er konnte sich nur noch daran erinnern, dass ihn mehrere Stadtverordnete nach der Sitzung angerufen hätten, Hiltrud und Carsten Preuß hätten ihm nichts genaues aus der Sitzung gesagt, nur dass sie sich um ihren guten Freund Jörg Sorgen machten, da eine pogromartige Stimmung gegen ihn geherrscht habe.

Diese Wortwahl wurde bei der Zeugenvernehmung von Hiltrud und Carsten Preuß von diesen auch so wiederholt, sie hätten ihm nichts genaues gesagt, sondern ihn nur angerufen, da sie sich Sorgen um ihren guten Freund Jörg gemacht hätten, da eine pogromartige Stimmung geherrscht habe und erst kurz zuvor ein Anschlag auf sein Haus verübt worden war. Liebe Stadtverordnete, damit wissen sie ja nun, wie einzelne Personen über sie denken.

 

Nach dieser harten Kost noch eine nette Kleinigkeit zum Schluss. Die Zeugen Steinert und Lüders erinnerten sich ganz genau, dass ich aus der Korruptionsakte die Aussagen der Zeugen Steinert, Lüders, Tschorn,  Carsten Preuß und Ariane Ullrich verlesen haben soll. In der ganzen Korruptionsakte gibt es keine einzige Aussage von Carsten Preuß oder Ariane Ullrich. Es gibt nur noch das anonyme Schreiben von „Klops und Mops“. Es stellt sich die Frage, ob die Zeugen Lüders und Steinert sich wohl deshalb daran erinnert haben. In der mündlichen Verhandlung wurde jedenfalls Carsten Preuß befragt, ob er Klops oder Mops sei oder diese kenne. Seine Antwort war: Schweigen, Wechseln der Gesichtsfarbe von normal zu rot zu grau und dann nach einer längeren Pause ein kurzes und knappes Nein. Seine Frau Hiltrud antwortete auf die gleiche Frage mit: einem hysterischen Lachanfall Ha Ha Ha Ha, was ist das denn für ein komisches Wort, Ha Ha Ha Ha.

 

Ich beantrage daher die Einberufung des zeitweiligen Ausschusses wegen Informationsweitergabe, der schon einmal wegen der Weitergabe von Informationen aus dem nichtöffentlichen Teil von Sitzungen der SVV getagt hat, zur Aufklärung der Sachverhalte.

 

 

Schreiber

09.12.2015

 

Nachruf

 

Tief betroffen mussten wir, von PLAN B, zur Kenntnis nehmen, dass wir Abschied von unserem Gründungs- und ehemaligen Vorstandsmitglied

 

DIETLINDE SÜLFLOW

 

nehmen müssen.

Sie war eine der entscheidenden Triebfedern für die Gründung der Wählerinitiative PLAN B im Jahre 2008. Zuvor entstand auch, mit ihrer Mitwirkung, beim „Frauenstammtisch Zossen“ der Vorläufer davon, die BAGZ (BürgerAllianzGroßgemeindeZossen). Immer dabei ihr Ehemann Peter, dem wir hier unser aufrichtiges Beileid bekunden. Die beiden waren, wie Zwillinge, bei vielen Aktivitäten nicht nur präsent, nein, sie waren beide auch über alle Maßen aktiv und jederzeit bereit, da zu helfen, wo es nötig war. 

 

Wir danken ihr für ihr großes ehrenamtliche Engagement für Menschen, „ihre Stadt Zossen“ und die langjährigen Bemühungen, die Landesgartenschau nach Zossen zu holen. Leider ist ihr dies, zu ihren Lebzeiten, nun nicht mehr gelungen.

 

Der Rosengarten im Stadtpark, die Ausrufung der Rosenkönigin von Zossen mit ihrem Gefolge, in personam von ihr und ihrem Mann, die Leitern an den Häusern und am Rathaus im gesamten Stadtgebiet bei der ersten Bewerbung zur LAGA waren über die Grenzen von Zossen hinaus bekannt geworden und vieles mehr in dieser Stadt geht mit auf das Konto ihrer Initiativen. Bis zuletzt war sie politisch tätig und hatte einen großen Anteil an der sehr positiven Entwicklung von Zossen seit 2003. Ihr Rat war stets gefragt.

 

Sie hinterlässt eine wirklich große Lücke bei der Familie, bei uns von PLAN B, dem LAGA Verein und allen, die Sie kannten und wertschätzten. Sie wird fehlen.

 

Es ist schön zu wissen, dass die Ehrung der Stadt, für ihre besonderen Verdienste für Zossen, noch zu ihren Lebzeiten, wo sie leider doch schon von ihrer Krankheit gezeichnet war, auf dem diesjährigen Weinfest stattfinden konnte. Der Familie wünschen wir, über diesen schweren Verlust hinwegzukommen.

 

Wir werden die Arbeit in ihrem Sinne weiterführen und uns ihrer Vitalität, Hartnäckigkeit und der Liebe zu Zossen stets im Guten erinnern.

 

15806 Zossen, im November 2015

 

Für den Sprecherrat von PLAN B

Barbara Kaulen, Clarissa Böhm, Sabine Puchert, Robin Lewinsohn & Thomas Böhm

Für die Fraktion PLAN B in der SVV

Andreas Noack & Peter Hummer

 

Pressemitteilung Fraktion Plan B

Die durchgeführte Überprüfung der derzeitigen Stadtverordneten des Zossener Stadtparlamentes wegen möglicher Mit- oder Zuarbeit für das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR hat ergeben, dass KEIN Stadtverordneter der Wählerinitiative Plan B, in welcher Form auch immer, für das MfS tätig gewesen war.

Im Namen der betroffenen Personen unserer Fraktion machen wir dies, als Beitrag von Transparenz und Vertrauen, öffentlich. Wir hoffen, die anderen Fraktionen der SVV werden diesem Beispiel ausnahmslos und zeitnah folgen.

 

Zossen, den 09.10.2015

Andreas Noack, Fraktionsvorsitzender Plan B

 

Superergebnis der Schultütenaktion 2015

Am heutigen Donnerstag wurden im Beisein der lokalen Presse von den Initiatoren Clarissa Böhm (Sprecherrat Plan B), Andreas Noack (Fraktionsvorsitzender Plan B in der SVV) und  Rainer Zurawski (Stadtverordneter CDU) sowie dem Mithelfer Thomas Böhm (Sprecherrat Plan B) die 84 zu Sparbüchsen umgewandelten kleinen Schultüten „geplündert“. Der Stadtverordnete Peter Hummer( Plan B) war leider verhindert, der aber immer, wenn er gebraucht wurde, „Gewehr bei Fuß“ stand, um beim Austragen und Einsammeln der Tüten zu helfen.

Herr Böhm stellte wieder seine elektrische Geldzähl- und Sortiermaschine zur Verfügung und so wurde eine nach der anderen der 84 Tüten geköpft und ausgezählt. Sämtliche Sorten, von der 1 Cent Münze bis zum 2 € Stück, fanden ihren Weg am digitalen Zählwerk vorbei.

Das Endergebnis konnte sich wirklich sehen lassen:

Anzahl Münzen    Wert der Münze     Betrag

849                             1  Cent                   8,49 €

803                             2  Cent                 16,06 €

569                             5  Cent                 28,45 €

429                             10 Cent                42,90 €

514                             20 Cent              102,80 €

243                             50 Cent              121,50 €

231                             1,00  €                231,00 €

181                             2,00 €                 362,00 €

Anzahl Scheine            Wert                Betrag

40                                 5,00 €              200,00 €

03                               20,00 €                60,00 €

04                               10,00 €                40,00 €

Gesamtergebnis                              1.213,20 €

 

Zu diesem grandiosen Ergebnis kommen noch von 17 Stadtverordneten 65,00 € für je eine Patenschaft. Dadurch erhöht sich das Sammelergebnis um 1.105,00 € auf die stolze Gesamtsumme von :

2.318,20 Euro

Alle Beteiligte, vor allem aber die 150 ABC Schützen, die dieses Jahr in Zossen und seinen Ortsteilen eingeschult worden sind, danken von ganzem Herzen denjenigen, die vom Cent bis zum 20-Euro-Schein ihren Beitrag dazu geleistet haben. Die Stadt Zossen ist bereits für die 150 Erstklässler mit je 65,00 €, also 9750 €, in Vorleistung getreten und stockt somit das Sammelergebnis auf, damit jedes Kind in den Genuss der „Einschulprämie“ kommt.

EIN BESONDERS LOB UND DANKE AN ALLE GESCHÄFTSLEUTE, DIE DIESE TÜTEN LIEBEVOLL IN IHREN RÄUMEN AUFSTELLEN LIESSEN. OHNE IHR ZUTUN WÜRDE DIE AKTION NICHT FUNKTIONIEREN! WIR HOFFEN, DASS AUCH WEITERHIN DIESE BEREITSCHAFT ERHALTEN BLEIBT!

Im nächsten Jahr wird diese Aktion selbstverständlich wieder stattfinden und da feiert sie die 10. Auflage, die komplett ehrenamtlich durchgeführt wird. Wir danken den Medien, die uns in all den zurückliegenden Jahren stets sehr gut unterstützt haben und hoffen weiterhin auf diese mediale Begleitung.

 

 

 

Pressemitteilung Fraktion Plan B

Bürgerliste + Linke = Dunkle Straßen in Wünsdorf

 

Einmal mehr haben in Zossen Vertreter der Fraktionen Die Linke und der Bürgerliste ihr wahres Gesicht gezeigt. Sie stimmten am 9. September in der Sitzung des Bauausschusses gegen die nun von der Stadtverwaltung vorgelegten konkreten Bauprogramme für den Neubau der Straßenbeleuchtung in Neuhof und Wünsdorf. Und das, obwohl sie wissen, dass eine von ihnen immer wieder öffentlichkeitswirksam geforderte und den Bürgern versprochene Reparatur nicht mehr möglich ist. Da half auch nicht, dass sie die zu Recht frustrierten betroffenen Bürgern mit falschen Informationen beeinflussen wollten. Im Klartext heißt das, Linke und Bürgerliste nehmen bewusst in Kauf, dass die Bürger in etlichen Neuhofer und Wünsdorfer Straßen weiterhin im Dunkeln bleiben würden, wenn sich nicht die Mehrheit der Stadtverordneten, allen voran die Fraktion von Plan B, für eine echte Lösung des Problems eingesetzt hätten. Spätestens nachdem bekannt war, dass auch die Kommunalaufsicht des Landkreises Teltow-Fläming der Auffassung von Bürgermeisterin Schreiber gefolgt ist, die den Beschluss zur Reparatur der maroden Laternen beanstandet hatte, hätte den Linken und der Bürgerliste ein Licht aufgehen müssen, dass nur ein Neubau von Lampen in den betroffenen Straßen die Dunkelheit beenden kann. Bleibt abzuwarten, ob die beiden Fraktionen bis zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 7. Oktober, wenn die endgültige Beschlussfassung erfolgt, noch erleuchtet werden. Es wäre zumindest ein Lichtblick, wenn sie noch merken würden, dass sie mit ihrer bisherigen Haltung im Dunkeln tappten.

 

Andreas Noack

Vorsitzender der Fraktion Plan B in der Zossener SVV

11.09.2015

 

Pressemitteilung der Wählervereinigung Plan B

 

Die Nichtgenehmigung eines von der Stadt Zossen geplanten und von der Mehrheit der demokratisch gewählten Stadtverordneten beschlossenen Investitionskredits für den Neubau der Gesamtschule in Dabendorf durch die Kommunalaufsicht des Landkreises Teltow-Fläming ist inzwischen nach unserer Auffassung ein schlechtes Stück aus dem Tollhaus und ruft mehr als nur Kopfschütteln bei den direkt und indirekt Betroffenen hervor.

 

Erst recht, nachdem nun öffentlich wurde (siehe MAZ vom 21./22. März 2015), dass sich die in die Jahre gekommene Schule in Dabendorf einem Schüleransturm erwehren muss, wie sie ihn noch nie erlebt hat. Die Konsequenz: Die Bedingungen für Schüler und Lehrer verschlechtern sich weiter, das Gebäude wird auf Verschleiß gefahren und es wird künftig nur noch vier neue 7. Klassen dort geben. Ist es das, was die rot-rote Landesregierung darunter versteht, wenn sie von besseren Bildungsmöglichkeiten für unsere Kinder spricht?
Sieht so das Verständnis von Verantwortung aus, die der Landkreis Teltow-Fläming
eigentlich für die weiterführenden Schulen hat? Kann man einer linken Landrätin noch trauen, die den mit Mehrheit der Stadtverordneten beschlossenen Haushalt 2014 deshalb nicht genehmigen lässt, weil sie sich angeblich um die „dauernde Leistungsfähigkeit“ der Stadt Zossen sorgt? Immerhin ist die Stadt offenbar finanziell so stark, dass sie regelmäßig nicht nur eine üppige Kreisumlage in zweistelliger Millionenhöhe zahlen „darf“, sondern zusätzlich auch noch zur sogenannten Reichensteuer herangezogen wird. Und wer sorgt sich eigentlich um die Schüler und Lehrer und deren Zukunft in Dabendorf? Der nach wievor hoch verschuldete Landkreis sicher nicht. Der hat Wichtigeres zu tun, zum Beispiel ein schon nach Bekanntwerden der Baupläne umstrittenes Verwaltungsgebäude in Luckenwalde zu kaufen. Dabei steht in den Sternen, ob es nach der von der Landesregierung emsig vorangetriebenen Gebietsreform überhaupt noch als Kreishaus benötigt wird. Wenn man schon selbst finanziell nicht in der Lage ist, sich ausreichend um eine weiterführende Schule wie in Dabendorf zu kümmern, sollte man nicht auch noch der Stadt Zossen jede Menge Steine in den Weg legen, um deren ehrgeiziges
Investitionsvorhaben mit fadenscheinigen Erklärungen auszubremsen. Niemand hat gesagt, dass die 40 Millionen Euro für den Schulneubau aus der Portokasse zu zahlen sind, aber Kosten und Risiko sind im Vorfeld hinreichend abgewogen worden. Die Stadt hat seit Jahren einen ausgeglichenen Haushalt, verfügt über mehr als solide Gewerbesteuereinnahmen und hat mit Investitionen in Schulen und Kitas in Millionenhöhe bewiesen, wo sie Prioritäten setzen will: in die Zukunft unserer Kinder. Leider liegt der Bau nun – wie viele andere Vorhaben in der Stadt auch – auf Eis, wofür die Verantwortung einzig und allein in der Kreisverwaltung in Luckenwalde liegt.

 

Andreas Noack Fraktionsvorsitzender und
Mitglieder der Fraktion Plan B in Zossens SVV sowie die Plan B-Basis

Zum Schulstandort Dabendorf

 

Der Kommentar des MAZ Redakteurs  Reck über die Situation zum Schulstandort Dabendorf bedarf  einiger Richtigstellungen.  Es ist immer wieder erstaunlich, wie durch das Weglassen von Fakten ein völlig anderes, unwahre Szenario entstehen  kann, wie es hier durch den linksnahen Redakteurs  Reck geschehen ist.

Hier wird suggeriert, dass der Schulneubau ein Protzbau sei. Was denn eine „Mehrzeckhalle“ und eine Kegelbahn noch mit Bildung zu tun hat. Lieber Herr Reck: Auf dieser Schule werden an die Tausend Schüler das marode Bildungswesen der rot roten Landesregierung kennenlernen und da diese Schule als Ganztagsschule ausgerichtet ist, wird dort auch zu Mittag gegessen. Dies nennt man Mensa. Wo steht in ihrem Bericht, das es auch eine Vollküche für 1000 Schüler gibt, die binnen von einer Stunde auch in vernünftiger Art und Weise diese Speisen zu sich nehmen wollen. Es ist ihnen ja freigestellt, im Stehen an einem Imbiss unter freien Himmel eine Currywurst zu essen, den Schülern wollen wir dies nicht zumuten! Der einzige richtige Begriff in dem Artikel hierzu  ist „Mehrzweck“. In diesem Raum werden über 500 Schüler GLEICHZEITIG ihr Essen in Empfang nehmen und verzehren können. An der Schule wird es sicher AG`s geben, wie eine Theater AG und sicher wird es Aufführungen geben, die nicht auf den Schulfluren stattfinden . Einschulungen und Verabschiedungen lassen das Platzangebot beinah schon als zu knapp bemessen erscheinen. So etwas heißt im Fachbegriff Aula.

Zum Thema Kegelbahn:  Der Schulstandort Dabendorf ist auch eine tragende Säule für den Vereinssport in Zossen und seinen Ortsteilen. Im Gegenteil zu unnötiger Verteuerung  wird hier durch sinnvolle Planung viel Geld eingespart. Die Umkleidekabinen und Duschen für den Schulsport können an den Nachmittagen, Abenden und Wochenenden von den Vereinen genutzt werden. Der geplante Bau eines neuen Vereinsheimes für 250.000€ konnte so eingespart werden, da durch die Mehrzweckhalle und die Küche auch dieser Bedarf abgedeckt wird. Es gibt in der Stadt Zossen an die 300 Mitglieder in Kegelabteilungen, die intensiv am Ligabetrieb teilnehmen. In Zossen existiert nur eine, in die Jahre gekommene und desolate Bahn die an eine Gaststätte angegliedert ist. Sollte der Wirt sein Geschäft schließen, haben die Kegler keine Möglichkeit mehr, ihren Sport auszuüben. Wir reden hier nicht von Freizeitkegeln ala 1 Ratte eine Lage sondern von Breitensport die den Ligaansprüchen entspricht und auch vernünftige Jugendarbeit möglich macht. Da die Stadt Zossen für ALLE Sportler der Stadt vernünftige Voraussetzungen schaffen will, ist dieser Bau ebenso wichtig  wie notwendig.

Nun zu der „Kostenexplosion“: Ich glaube im Vorfeld dieses Bauvorhabens hat es fast eine dreistellige Zahl von Beratungen, Sitzungen und Begehungen gegeben.  Alle Gremien der Stadt waren über den jeweiligen Stand der Dinge stets auf dem Laufenden. Kein Vorhaben in dieser Stadt seit 2003 wurde so intensiv behandelt wie dieser. Im planerischen Bereich wurde stets mehrgleisig gefahren, um Vergleichwerte zu haben für eine Entscheidung. Die Entscheidung,  das Bauvorhaben in der vorliegenden Form mit regenerativer Energie zu planen,  traf nicht Bürgermeisterin Schreiber allein, auch nicht nur die Plan B und CDU Stadtverordnete, sonder 21 von 28 Stadtverordneten. Alle haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber hier hat man über ein Projekt entschieden, was bis ins 22. Jahrhundert reichen wird. Im Wandel der Zeit und Energiewende sollte dies auch für die nachfolgenden Generationen wegweisend sein. Am Schulbeispiel wären die Lehrkräfte in die Lage versetzt worden, all diese Komponenten im täglichen Gebrauch zu behandeln. Aber all die geplanten Energiemaßnahmen bekommt man nicht zum Baumarktpreis und es ist realitätsfremd, wenn jemand etwas anderes behauptet.

 

Wer von Protzbauten spricht, scheint zu vergessen, wem wir das größte Exemplar davon im Landkreis zu verdanken haben. Der Glaspalast von Luckenwalde, die Denkmalpflege von „Sonnengott“ Giesecke . Ein Gemeinschaftswerk der rot linken Koalition im Landkreis und dem mit  daraus erwachsenen Schuldenberg, der wohl so bei 60 Mio € liegen dürfte. Keine Kommunalaufsicht (war ja die hauseigene!) hatte auch nur die kleinsten Bedenken, ebenso jetzt, wo die Nachfolgerin von Giesecke, die linke Landrätin Wehlan, trotz vollmundiger Versprechen des eisernen Sparwillens nochmal 20 mio € oben drauf gesattelt hat ,unter der Mithilfe von rot links zum Kauf des Hauses. Auch hier keinerlei Auflagen der Kommunalaufsicht. Aber bei  der Bewertung des Haushaltes von Zossen ist die Kreditaufnahme ein Ablehnungskriterium. Merkwürdig : Man muss wohl erst 60 Mio Schulden haben,  um 20 Mio Kredit anstandslos zu erhalten. Ja, so sieht rote Geldverteilung aus. Der Kreis braucht schließlich die Millionen aus der Kreisumlage aus Zossen, um weiter Giesecke Gedächtnisprojekte, wie die Produktionsschule seiner Ehefrau, mit sechsstelligen Beträgen zu finanzieren. Alte Genossen lässt man nicht im Stich.

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